So begannen wir auch am Samstag, d. 13. Dezember 2025 unsere lang gestreckte Busfahrt nach Steinhaus mit dem Ziel „Pension Alpenland“. Gespräche, Musik und wohliges Füßevertreten in
den Pausen begleiteten uns 13 Stunden lang und wenn am Abend die Nudeln mit der Tomatensauce auf dem Tisch der Unterkunft standen, dann war uns klar, morgen geht es auf die Piste. Der nachfolgende Sonntag ist ab 8.30 Uhr mit Anstehen und Organisation verplant: Ausleihe und Anpassen der Ausrüstung, Vergabe der Ski- und Depotpässe, Einrichten im Depot und dann hurtig die Gondel zum Treffpunkt der Trainingsgruppen genommen. Das wintersportliche Team hatte die Möglichkeit nach seinem eigenen Anspruch zu trainieren, die Gruppen wurden so eingeteilt, dass das Ausgangsniveau berücksichtigt wurde. Von Sonntag bis Mittwoch gab es dann von 10.00 bis 12.00 Uhr die Übungseinheiten mit den hauseigenen Skilehrern vom Klausberg. In dieser Zeit konnten auch die Gruppen gewechselt werden, wenn der Schwierigkeitsgrad zu niedrig oder zu hoch für den Einzelnen war. Von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr kehrten wir zur Verköstigung und Pausenzeit im „Almboden“ ein. Begehrt waren dort Nudelgerichte, Kaiserschmarrn und Schnitzel mit Pommes. Schnell genug essen und pausieren konnten die Schüler nicht, denn der „Berg rief“ und die zweite Runde diente der Manifestierung der eigenen Ziele und Freude bei der Bewegung im Schnee. Snowboard-Anfänger brauchten da etwas Trost, denn die sportlichen Körper waren aus der Mischung vom Balancieren auf einer Brettkante und dem Hinfallen auf Steiß und Handgelenke oftmals gezeichnet. Bis 15.30 Uhr gab es dann das freie Fahren in Mindestdreiergruppen und auch in Begleitung des Lehrerteams unserer Schule. So war auch Einzelunterricht möglich, um sein Erlerntes zu zeigen, üben und bestätigen zu lassen. Nach dieser Zeit waren alle sportlich erfüllt und freuten sich auf die Unterkunft und das nahende Abendbrot um 18.30 Uhr. In der Gemeinschaft werteten wir den Tag aus und gaben eine Vorausschau für den Folgenden. Individuelle Abendgestaltung beim Gesellschaftsspiel oder Nutzung der Tischtennis-Platte im Keller erfreuten die Schülerherzen.
Von der maximalen Höhe des K2 in die Tiefe des Tales zu sausen, war vorrangig nicht das Ziel der Projektfahrt. Es ging um Freude am Schneesport und dem Ausloten von Grenzen beim Erlernen dieser Sportart. Beides wurde in einem Vorfahren am Donnerstag von den Schülern gezeigt. Auf einer ausgewählten Strecke der Anfängerpiste fuhren diese unter den gegebenen sportlichen Kriterien vor den Augen der Lehrer-Jury vor und bekamen eine Zensur, die in die Sportnote einging. Dieses Jahr war die Begeisterung für das Vorfahren so groß, dass es von einer Schüler- gruppe eine Choreografie von Ski- und Snowboardfahrern gab. Alle Leistungen der Schüler wurden mit einer Urkunde gewürdigt, die Besten ihrer Gruppe bekamen Medaillen überreicht.
Unsere Reise in das Schneegebiet hatte auch kulturelle Höhepunkte. Wir besuchten am Dienstag Abend den Weihnachtsmarkt in Bruneck. Mit dem Skibus war dieser einfach zu erreichen. Wer nicht so auf vorweihnachtliche Geschäfte stand, der konnte an der Schlittenabfahrt im Scheinwerferlicht teilnehmen. Der Mittwoch war schon immer traditionell unser Disko-Abend im Skihaus-Pub. Flotte Musik und rhythmische Bewegungen teilten wir dort mit anderen Klassen, die auf Schneesport standen. So verging eine Woche wie im Fluge und der Freitag, d. 19. Dezember war für das Abschiednehmen vom Klausberg bestimmt. Eine ebenso lange Reise hatten wir zurück, die Gespräche waren gedämpfter, dafür der Schlaf gefälliger. Wer es dieses Jahr noch nicht in die 2510 m Höhe des K2 schaffte, der kann das im nächsten Schneesportprojekt 2026 schaffen.
Alles ist mit dem Lehrerteam des OSZ II Frau Worlitzer und Frau Plehm der Abteilung 3 sowie Herrn Wolff und Frau Fischer der Abteilung 2 möglich.