Klimaschutz und Klimaanpassung beginnen vor Ort – auch auf dem Schulhof. Genau hier setzt das Projekt des Fördervereins des Oberstufenzentrums II Barnim an: Ein bislang stark versiegeltes Gelände soll Schritt für Schritt in einen grünen, klimaangepassten Raum umgestaltet werden.
Aktuell heizt sich das Schulgelände stark auf, bietet wenig Schatten und nur eine geringe Aufenthaltsqualität. Künftig sollen neue Grünflächen, blühende Bäume und schattige Bereiche entstehen, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch zum Verweilen einladen.
Lernen und Mitgestalten verbinden
Besonderes Augenmerk liegt darauf, Umweltbildung direkt in den Schulalltag zu integrieren. Geplant sind unter anderem eine Kräuterspirale sowie gemeinschaftliche Pflanzaktionen, bei denen Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden.
„Wir wollen unseren Schulhof nicht nur grüner machen, sondern ihn auch als Lernort nutzen, an dem Klimaschutz ganz konkret erlebbar wird“, sagt André Haase, Schulleiter des OSZ II Barnim. „Wenn wir Schülerinnen und Schüler selbst mit anpacken und sehen, wie sich unsere Umgebung verändert, entsteht ein ganz anderes Verständnis für Nachhaltigkeit“, ergänzt Marlene Riedel, Auszubildende für Erzieher im ersten Ausbildungsjahr.
Starke Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung
Ein zentrales Element des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). Im Rahmen einer Kooperationspartnerschaft entwickeln Studierende konkrete Ideen für die Umgestaltung des Schulgeländes. Gleichzeitig wird die gesamte Schulgemeinschaft aktiv in Planung und Umsetzung eingebunden. Dieser Ansatz verbindet Theorie und Praxis miteinander. „Die Zusammenarbeit mit der Hochschule bringt wertvolle Impulse in das Projekt. Gleichzeitig lernen unsere Schülerinnen und Schüler, dass sie selbst Teil der Lösung sein können“, so Schulleiter Haase.
Auszeichnung beim EWE-Klimawettbewerb
Das Projekt wurde im Rahmen des EWE-Klimawettbewerbs „Wir. Hier. Jetzt. Gemeinsam für morgen.“ mit dem zweiten Platz in der Region Brandenburg-Rügen ausgezeichnet. Zuvor hatte eine Jury aus zahlreichen Bewerbungen eine Vorauswahl getroffen. Anschließend konnten Besucherinnen und Besucher der Wettbewerbsplattform wir-hier-jetzt.com über die besten Projekte abstimmen. Auch das Vorhaben des OSZ II Barnim überzeugte und erhielt genügend Stimmen, um sich einen der beiden geförderten Plätze in der Region zu sichern. Mit dem Preisgeld für den zweiten Platz in Höhe von 2.500 Euro soll die schrittweise Umgestaltung des Schulgeländes weiter vorangetrieben werden. Am Montagnachmittag hat EWE-Pressesprecherin Nadine Auras den symbolischen Scheck an Schulleiter André Haase überreicht. Der Wettbewerb fand bereits zum fünften Mal statt und wurde erstmals in die Regionen Weser-Ems, Weser-Elbe und Brandenburg-Rügen gegliedert. In jeder Region wurden jeweils zwei Projekte prämiert.
Ein Schulhof mit Zukunft
Das Projekt „Grün statt grau“ zeigt, wie aus einem funktionalen Schulgelände ein lebendiger Raum entstehen kann, der Klimaanpassung, Bildung und Gemeinschaft verbindet.
Für die Beteiligten ist die Auszeichnung Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen: „Unser Ziel ist ein Schulhof, der nicht nur unseren Alltag verbessert, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schafft“, so Marlene Riedel.
Über den EWE-Klimawettbewerb
Mit dem Wettbewerb „Wir. Hier. Jetzt. Gemeinsam für morgen.“ fördert der Energiedienstleister EWE gezielt Initiativen, die Klimaschutz greifbar machen. Denn neben großen Infrastrukturprojekten sind es vor allem lokale Projekte, die Menschen erreichen und zum Mitmachen bewegen. „Die Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Engagement und Kreativität in unseren Heimatregionen steckt. Genau solche Initiativen brauchen wir, um Klimaschutz im Alltag zu verankern“, sagt Justine Ronken, Projektleiterin bei EWE. „Wir gratulieren allen Gewinnern herzlich und freuen uns, für die Umsetzung der Ideen einen Beitrag leisten zu können.“
Nadine Auras, EWE AG