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Sport, Tanz, Gestalten und Reisen in der Abteilung 4 (10.07.-14.07.2017)

Die traditionelle Projektwoche des Beruflichen Gymnasiums ist gerade beendet und die Schülerinnen und Schüler konnten sich in den verschiedenen Projekten aktiv und kreativ engagieren.

Am Freitag, 14. Juli 2017 wurden die Ergebnisse präsentiert und so manche Projektgruppe sorgte für positive Überraschungen. Pädagogisch wertvolle Ergebnisse werden für die Unterrichtsgestaltung im Schuljahr 2017/2018  genutzt werden können.

Diese Woche stellte einen beeindruckenden Abschluss des laufenden Schuljahres dar und zeigte, dass viele Schülerinnen und Schüler Spaß und Freude in ihren frei gewählten Projekten hatten.

J. Breit


Projektwoche 2013 "Medien in einer digitalisierten Welt"

Konzentration gefordert: Eugen Baratow zeichnet einen Farbentwurf für eine komplette Wohnhausfassade. Er erlernt am Oberstufenzentrum II den Beruf eines gestaltungstechnischen Assistenten. (Mit freundlicher Genehmigung der Märkischen Oderzeitung, 18.02.2013, Th. Burckhardt)

Quesadillas neben Tablet-PCs

Werner Eberswalde (MOZ) Auch in der Berufsausbildung haben die neuen Medien Einzug gehalten. Ihre Ideen aus der digitalen Welt stellten am Freitag Schüler vom Oberstufenzentrum II (OSZ) in Eberswalde vor. Der Tag der offenen Tür war der Abschluss ihrer Projektwoche zu den neuen Möglichkeiten.

Quesadillas in virtueller Form? Soweit gehen die Projektteilnehmer zum Glück nicht. „Wir kochen ja eigentlich", sagt Alexander Kuhl. Der 17-jährige Oranienburger, angehender Koch im zweiten Lehrjahr, hat die typische mexikanische Speise eigenhändig zubereitet. Außer seinen Weizentortillas gehen auch die restlichen Projektergebnisse seiner Ausbildungsklasse gut weg. Entstanden sind sie nach der OSZ-Projektwoche unter der Themenvorgabe „Medien in einer digitalen Welt". Die Kochazubis haben sich internationalen Brotspezialitäten gewidmet. „Jeder hat sich ein Land ausgesucht. Wir haben auch Powerpointpräsentationen vorbereitet und für jede der Zwischenmahlzeiten einen kleinen Steckbrief", sagt Alexander. Informationen und Rezepte haben sich die Berufsschüler online besorgt. Viele andere Schüler haben am Freitag Laptops auf den Knien. Die meisten Projektergebnisse sind weniger zum Anfassen geeignet als zum Zuschauen. Die Kraftwerksmechatroniker aus dem dritten Lehrjahr haben eine Art Lehrvideo produziert. „Wir haben eher Relevantes für unser Klassenziel aufgearbeitet", erklärt der Berliner Matthias Holst, 24. Fahrwerksvermessung sei eines der aktuellen Themen im Matheunterricht. „Wir haben das Mathearbeitsheft für den PC umgearbeitet", ergänzt Mathias Bullmann. „So kann man es auch im Unterricht verwenden – wir haben ja nur noch elektronische Tafeln", sagt der 22-Jährige. Daran können die Schüler an der Tafel Aufgaben aus dem Arbeitsheft gemeinsam nachvollziehen. Ähnlich handhaben es die Maler und Lackierer sowie gestal-tungstechnischen Assistenten. Für sie ist die Arbeit am Laptop im Unterricht ohnehin alltäglich. Ob an den eigenen Geräten der Schüler oder auch an denen von der Schule. „Wir haben vor kurzem zwei komplette Schülersätze mit Laptops bekommen", sagt Michael Falz. Am Freitag setzt Michael aber den Pinsel an. In der Projektwoche hat der gestaltungstechnische Assistent im ersten Lehrjahr herausgefunden, welche Firmen anbieten, Farben online zu mischen. Nun prüft er auf einer Schmuckplatte, ob die Farbkombination der im Internet angegebenen gleicht. Insbesondere am erst im vo-rigen Jahr eingerichteten Metallkompetenzzentrum am OSZ II kommt um die neue Technik niemand herum. Dort machen sich angehende Mechatroniker mit Schlüsseltechnologien vertraut und werden auf Lerninseln in der Anwendung von CAD-, CNC-, Roboter- sowie CO2-Lasertechnik unterrichtet. Neue Medien gehören aber auch für die angehenden Friseurinnen um Fachlehrerin Simona Petznick-Meyer zum Alltag. „Bis 2016 muss jeder Friseur umgerüstet sein", spielt sie auf gesetzlich geforderte EDV-Kassensysteme an. Mit der neuen Software wäre es dann auch in jedem Laden möglich, als Kunde schon am Bildschirm Frisuren, Haarfarben oder Make Up auszuprobieren. Ihre Schülerinnen aus dem zweiten Lehrjahr haben sich vorerst auf Bildfolgen und Videos als Anschauungsmaterial zum Erlernen von Flechttechiken verlegt. Die fertigen Modellköpfe haben sie an ihrem Präsentationsstand aufgereiht. Ganz anders ist eine Gruppe angehender Tischler und Maler an ihr Projekt herangegangen. Gerade weil es nichts mit dem Handwerk zu tun hat, haben sie ihr Thema gewählt, sagt Christoph Bunkradt: „Digitale Demenz – wir denken nicht, wir googeln", nannten sie ihr Vorhaben. „Wir haben 130 Leute in Eberswalde befragt", erzählt der angehende Tischler. „Wir waren erstaunt, wie viele Ältere das Internet nutzen."Mit zahlreichen Projekten wie „Schule einst und jetzt", einer Umfrage zur Zukunft der Tageszeitung oder Analysen von Computerspielen waren auch die Schüler vom Beruflichen Gymnasium im OSZ vertreten. An seinem eigenen neuen Standort in Finow präsentiert sich dieser Schulteil am 23. Februar.

Mit freundlicher Genehmigung der Märkischen Oderzeitung, Redaktion Eberswalde, 18.02.2013